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DESTILLIERMEISTER De Lúxe-20; 2-Weg-Kühlung und Aromaverstärker

  • Artikelnummer: 101.156
  • Gewicht: 17kg
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20 Liter- Edelstahldestille De Luxe mit Doppelkolonne und 2-Wege-Kühlung und auf 2-Stufen einstellbare Spannverschlüsse für Branntwein und ätherische Öle


          • Getrennte Kühlwege für Vor- und Nachlauf (Edelstahl-Liebigkühler) sowie für den Mittellauf /Edelbrand (Edelstahl-Schlangenkühler),

          • Verschließbar mit Spannverschlüssen,

          • Hygiene durch Edelstahl - keine Grünspangefahr,

          • die Spirale können Sie zum Reinigen einfach herausziehen.

Mit dieser Edelstahlanlage mit Kolonne können Sie auch niederprozentige, mit Reinzuchthefe und ohne Zuckerzugabe vergorene, Obstmaischen in einem Arbeitsgang brennen. Dazu reicht es im Allgemeinen, den Topf durch das Sieb der Kolonne zu befüllen, so dass die festen Bestandteile in der Kolonne bleiben und unten im Brenntopf nur Flüssigkeit ist. Oder Sie möchten z.B. einen möglichst reinen Wodka erzeugen, dann befüllen Sie die Kolonne mit Glaskugeln oder Edelstahlwolle. Es gibt zahlreiche Variationsmöglichkeiten, so dass Sie Ihr spezielles Produkt erzeugen können.

Die Anlage eignet sich:

  • zum Herstellen von ätherischen Ölen, die Kolonne (Aromakorb) ist zwingend erforderlich für die Wasserdampfdestillation,
  • zum Herstellen von Obstgeist und Kräutergeist mit Branntwein (mit versteuertem Branntwein).
  • Als Schnapsdestille für  für Gewerbe und Export - insbesondere für aromastarke Obstbrände.

In Deutschland ist für Privatleute nur das erste erlaubt.

Arbeitshinweise

Bei dieser Destillieranlage De Luxe handelt es sich um ein System zur Obstverarbeitung, bei der Liebig- und Schlangenkühlung kombiniert eingesetzt werden, um eine kontinuierlich laufende Vor- und Nachlauftrennung
vom Edelbrand zu erreichen. Dabei werden Vor- und Nachlauf über den Liebigkühler abgeleitet. Durch den Schlangenkühler läuft dann nur noch das gute Destillat (Mittellauf oder Edelbrand) und er kann nicht mehr durch Vor- und Nachlauf verunreinigt werden.

Wir empfehlen Rauh- und Feinbrand durchzuführen.

Rauhbrand
Beim Rauhbrand noch keine Trennung vorgenommen. Das gesamte Destillat von Anfang bis 98 ºC wird über den Liebigkühler gesammelt. Der Rauhbrand kann mit höherer Energiezufuhr durchgeführt werden.


Feinbrand
Der Feinbrand wird zumindest bei der Trennung von Vor- und Nachlauf mit beiden Kolonnen durchgeführt. Diese müssen dafür frei bleiben. Nach dem Vorlauf kann beim Obstbrennen eine Kolonne heraus genommen werden. Wenn der Nachlauf beginnt, wird die 2. Kolonne wieder eingesetzt.
Zum Beginn wird das Kugelventil (8.4) mit dem Hebel in die Richtung zum Liebigkühler (7) geschaltet. Damit wird der Weg zum Liebigkühler geöffnet. Unter dem Auslauf des Liebigkühlers wird zunächst ein kleines Gefäß positioniert, der Liebigkühler wird mit Wasser gefüllt, das Wasser danach abgedreht. Sobald die Temperatur am Thermometer (11) merklich zu steigen beginnt, sieden die ersten leicht flüchtigen Komponenten und der Dampf tritt ab ca. 70 ºC in das Geistrohr über und gelangt zum Liebigkühler - es kommen die ersten Tropfen Destillat; der Vorlauf beginnt.
Im ersten Schritt wird dieser Vorlauf gesammelt. Das Kühlwasser muss während der gesamten Vorlauftrennung nur mäßig bis gar nicht laufen. Empfohlen wird das Sammeln von 3 - 4 Fraktionen á 20 ml
(sensorische Prüfung oder evtl. Vorlaufabtrenntest durchführen). Man entscheidet später, was Vorlauf ist und was evtl. schon zum Edelbrand gehört. Wichtig ist die Heizstufe in dieser Phase so klein wie möglich zu halten, so dass der Destillationsprozess gerade noch im Gang bleibt. Ab spätestens 80 ºC wird der Vorlauf weg sein und das Kugelventil (7.4) umgestellt; der Liebigkühlerkreis wird geschlossen, der Schlangenkühlerkreis eingeschaltet. Jetzt läuft das gute aromatische Destillat im Aromakreis durch den Wasser gelagerten Schlangenkühler (6) in die Destillatleitung (12) ein dort bereitgestelltes Gefäß. Während des Laufes haben Sie Zeit ein Gefäß für den Nachlauf unter den Destillatauslauf des Liebigkühlers (13) zu platzieren. Beachten Sie, dass es eine Weile dauern wird, bevor Destillat aus dem Schlangenkühler läuft. Auf jeden Fall muss langsam weiter geheizt werden, der Anstieg der Temperatur zeigt an, dass der Prozess läuft. Ab ca.85 ºC werden erste Alkoholmessungen mit möglichst kleinen Proben (am besten einem Alkoholfraktometer) vorgenommen. Sobald die 60 Vol.-% erreicht sind, wird das Kugelventil (8.4) wieder zurückgeschaltet und der Liebigkühlerkreis aktiviert. Man kann noch eine Fraktion von 60-55 Vol.-% sammeln und später beurteilen, ob es Mittel- oder Nachlauf ist. Der Nachlauf kann gesammelt werden, bis die Alkoholkonzentration auf 20 Vol.-% gesunken ist. Den Nachlauf kann man später mit Nachläufen aus anderen Brennsessions eiunem Reinigungsbrand unterziehen. Das gesammelte, gereinigte Destillat kann zum Vergeisten von Früchten oder Kräutern genutzt werden. Nachlauf der Maische bei Folgebränden zugeben ist eine schlechte Sitte und steht so noch in manchen alten Brennerbüchern. Genauere Anleitungen findet man auf der CD, die man bei Erwerb eines Destilliergerätes herunterladen kann.

Desweiteren gibt es die Möglichkeit das Kugelventil so einzustellen, dass beide Kühlkreise gleichzeitig freigeschaltet werden, um einen schnelleren Abbrand zu erreichen. Dazu muss allerdings eine Schraube am Ventil gelöst werden.

Lieferumfang

20 Liter Edelstahl-System incl. 2 befüllbarer Kolonnen (Obertopf / Aromakorb, 3 teilig) und Edelstahl-Destillieraufsatz mit 2-Wege-Kühlung

      1. Destillierkessel / Brenntopf /Brennblase mit Dichtung (10 Liter), für alle Feuerstellen geeignet - auch Gas und Induktion
      2. Erste Kolonne, auch als Maischesieb und Aromator (5 Liter),
      3. Zweite Kolonne, auch als zusätzlicher Aromator (5 Liter),
      4. Trichterförmiger Helm mit Schraubanschluss (4.1) für Steig-/Geistrohraufsatz und 3 auf 2 Stufen einstellbaren Spannverschlüssen (4.2),
      5. Edelstahl-Kühltopf mit Steckbuchse für die Spirale (innen), Verschraubung für den Destillatschlauch (außen).
        1. Ein Kühlwasserablauf mit Ablaufschlauch. Ein Kühlwasserzulauf ist standardmäßig bei dieser Anlage nicht vorhanden. Diese Optionen kann für EUR 50,- Aufpreis dazubestellt werden. Der Zulauf ist dann mit einem Absperr-Kugelhahn aus Edelstahl versehen. Das Gewinde ist passend für die mitgelieferten Schläuche (14).
        2. Steckbuchse für die Kühlschlange (innen) und Schraubanschluss für den Destillatschlauch 12.
      6. Edelstahlschlange, 2,5 m lang, zum Reinigen herausziehbar,
        1. Verschraubung für das Geistrohr (9) bzw. dem Verlängerungsadapter (10).
      7. Liebigkühler mit Schraubnippel zur Verschraubung an 6.1.
      8. Verbindungs- und Umschaltmodul mit Steigrohrsystem und Thermometerbuchse, sowie
        1. Gewinde für die Verschraubung auf dem Helm,
        2. Anschlussverschraubung für den Liebigkühler,
        3. Anschlussverschraubung für das Geistrohr zum Schlangenkühler,
        4. -Wege-Kugelventil zum Umschalten vom Liebigkühler auf den Schlangenkühler
        5. Steckbuchse für das Thermometer (14).
      9. Geistrohr mit Gewinde zum Anschluss des Verbindungs- und Umschaltmoduls mit der Kühlschlange (6) (bei Verwendung nur einer Kolonne)
        bzw. mit dem Verlängerungsadapter (10) (bei Verwendung beider Kolonnen),
      10. Verlängerungsadapter für den Doppelkolonnenaufbau mit
        1. einer Anschlussverschraubung zur Verbindung mit dem Geistrohr (9),
        2. einem Außengewinde zur Verbindung mit der Kühlschlange (6.1)
      11. Qualitätsthermometer mit HG-Füllung, gelb hinterlegt, mit Silikonstopfen,
      12. Destillatleitung zum Anschluss an den Kühltopf,
      13. Destillatleitung zum Aufstecken auf den Auslauf des Liebigkühlers,
      14. Schlauchsatz für den Liebigkühler,
      15. Bis zu 5 PTFE-Dichtungen für die Verschraubungen. Teilweise werden konisch dichtende Verschraubungen verwendet, für die keine Dichtung erforderlich ist.
      16. Ein innerhalb 19-32 cm Durchmesser verstellbares Maischesieb (nicht auf Zubehörabbildung).

Ventilschaltung

Einfach umschalten

Das System kann auch mit einer Kolonne als 20 Liter-Brennanlage betrieben werden


so tief in den Stopfen einstecken

Hinweise zur Verwendung von Brennblase und Kolonne:
Bei Flüssigkeiten mit festen Bestandteilen wird der Brennkessel homogen auf das eingelegte Maischesieb gefüllt. Wenn man über die Kolonnenböden hinaus füllen möchte (Kolonnen als Destilliertopferweiterung), wird auf den zu 90 % gefüllten Untertopf eine der dicken Dichtungen über den Rand gestülpt, die 1. Kolonne aufgesetzt und festgedrückt. Bei aufgesetzter Kolonne wird nun durch das Kolonnensieb weiter gefüllt. Wenn diese Kolonne bis auf ca. 1 cm unter dem Rand gefüllt ist, wird die zweite dicke Dichtung über den Kolonnenrand gestülpt und die 2. Kolonne fest aufgesetzt.
Sollen die Kolonnen als Kolonnen betrieben werden, sollte bei Nutzung beider Kolonnen die reine Flüssigkeitsfüllhöhe nicht mehr als 9 Liter betragen, und bei Nutzung nur der oberen Kolonne (bei Maische über den 1. Siebboden hinaus nicht mehr als ca. 14 Liter) damit die Dampfbildung zwischen Flüssigkeitsoberfläche und Sieb noch möglich ist. Dadurch, dass unter dem Maischesieb nur noch Flüssigkeit ist, wird ein Anbrennen verhindert. Bei Kernobst sollte zur Umwandlung der noch im Obst vorhandenen Stärke in vergärbaren Zucker zusätzlich eine Amylase vor der Vergärung in die Maische gerührt werden - das verhindert ebenfalls Anbrennen und erhöht die Ausbeute.
Der trichterförmige Helm bewirkt einen Düseneffekt, indem er den aromatisierten Dampf beschleunigt und zum Steigrohr hin fokussiert. Dadurch werden hier ungewollte, Aroma mindernde Rückflüsse in den Topf stark reduziert.
Die Kolonnen können je nach Anwendung auch mit Früchten bzw. Kräutern gefüllt werden. Es ist sinnvoll immer die obere Kolonne damit zu füllen.
Wenn Sie die volle Höhe (20 Liter) für Maische mit Flüssigkeit ausnutzen wollen (Brenntopferweiterung), können Sie die Anlage über beide Siebböden hinaus befüllen. Wir empfehlen aber dieses nur für den Rauhbrand beim Doppelbrennverfahren zu machen. Wenn Sie nur einmal brennen möchten, sollten Sie mindestens eine Kolonne schalten, um eine hinreichende Trennleistung für Vor- Mittel- und Nachlauf zu gewährleisten. Bei der Brenntopferweiterung müssen Sie darauf achten, dass die beiden dickeren Dichtungen zwischen Brenntopf und Kolonne bzw. zwischen den beiden Kolonnen gesetzt werden. Die dünnere Dichtung wird zwischen der oberen Kolonne und dem Helm gesetzt. Dazu werden die Dichtungen über die Ränder von Topf und Kolonnen gestülpt. Die 1. Kolonne wird dann fest in den Brenntopf, die 2. Kolonne in die 1. und der Helm in die obere Kolonne gedrückt. Anschließend werden die langen Edelstahl-Spannverschlüsse unter den Bördelrand des Brenntopfes und die kurzen unter denj Bördelrand der unteren Kolonne gehakt und mit dem Hebel gespannt. Dadurch wird das unbeabsichtigte Öffnen der Anlage während des Betriebes vermieden und die Anlage bleibt auch bei zunehmender Alterung der Dichtungen länger dicht. Bei Störungen der Destillation, z. B. durch Überkochen, kann es in den Rohrleitungen zu Verstopfungen kommen und sich ein zu hoher Druck aufbauen. Die Anlage darf daher während des Betriebs zu keinem Zeitpunkt allein gelassen werden. Bei zu hohem Druck durch Verstopfung ist der Thermometerstopfen der schwächste Punkt und kann im Extremfall fortfliegen. Am besten sorgt man dadurch vor, dass man die obere Kolonne nicht zu hoch mit Maischebrei füllt und eine zu starke Aufheizung vermeidet. Bei Weglassen einer Kolonne (Ein-Kolonnen-Aufbau) können Sie die Anlage ebenfalls durch Einhaken der kurzen Edelstahl-Spannverschlüsse in den Bördelrand des Topfes sichern.
Zum Tragen der gefüllten Anlage bitte ausschließlich an den Griffen anfassen. Ziehen Sie zum Trennen der Kolonnen oder des Helmes auf keinen Fall an den Griffen, und drücken Sie die Kolonnen auch nicht an den Griffen fest. Diese sind nur zum Tragen angebracht. Zum Trennen der Kolonnen ziehen Sie die Dichtungen am besten ein Stück heraus (wie bei einem Einkochglas); sie lassen sich dann einfach trennen. Um den Helm zu lösen, verwenden Sie bei gelösten Spannverschlüssen am besten das noch aufgeschraubte Steigrohr-/Geistrohrsystem als Hebel
.

 


Dieser Artikel wurde am Monday, 28. June 2010 im Shop aufgenommen.

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